„Der Österreichische Biomasse-Verband übt sich einmal mehr in Grenzüberschreitung - und zwar inhaltlich wie auch geografisch: Der nach 15 Jahren längst zur Tradition gewordene Biomassetag wird heuer erstmals zur Ökoenergie-Konferenz ausgeweitet und findet vom 19. bis 21. Oktober in einer jener Regionen Europas statt, die Klimaschutz und nachhaltige Energieerzeugung nicht nur als Lippenbekenntnisse formulieren, sondern in tragfähigen Konzepten auch umsetzen, nämlich in der Provinz Bozen-Südtirol", zeigt sich Heinz Kopetz, Vorsitzender des Österreichischen Biomasse-Verbandes, überzeugt.
Der Veranstaltungsort selbst, die Marktgemeinde Sand in Taufers, bietet einen geradezu musterhaften alternativen Energie-Mix aus Biomasse-Nutzung, Biogas, Wasserkraft, Photovoltaik und Windenergie und verfolgt ein umfassendes Programm zur Energieeinsparung und -effizienz wie auch zur klimaschonenden Mobilität. Nicht zuletzt aufgrund dieses Engagements wurde die Gemeinde im Vorjahr mit dem Europäischen Dorferneuerungspreis ausgezeichnet.
44 Prozent Erneuerbare - optimales Umfeld für eine Ökoenergie-Konferenz
„Während man in Österreich diskutiert und die alternative Energieproduktion zugrunde novelliert, wird in Südtirol gehandelt. 44 Prozent des Endenergieverbrauches stammen aus erneuerbaren Quellen und das kommt nicht von ungefähr: Die politisch Verantwortlichen auf Landes- wie auch auf Kommunalebene haben die enormen Chancen, die eine Energiewende weg von fossil hin zu regenerativ bedeutet, erkannt und die entsprechenden Rahmenbedingungen dafür geschaffen", bringt es Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ernst Scheiber, auf den Punkt. Nicht zuletzt deshalb findet die Internationale Ökoenergie-Konferenz neben dem Österreichischen Biomasse-Verband und der Marktgemeinde Sand in Taufers auch in enger Zusammenarbeit mit der Südtiroler Landesregierung und dem Südtiroler Gemeindeverband statt. Als weitere kompetente Partner fungieren der Südtiroler Biomasseverband sowie die Europäische ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung. Insbesondere mit den „Hausherren", nämlich Landeshauptmann-Stellvertreter Hans Berger, dem für Energie zuständigen Landesrat Michl Laimer sowie Bürgermeister Helmuth Innerbichler aus Sand in Taufers, sei es laut Kopetz und Scheiber gelungen, für die Tagung echte „Überzeugungstäter" ins Boot zu holen, die wesentlich dazu beitragen, dass Südtirol ein Musterbeispiel im Bereich der erneuerbaren Energien mit Strahlkraft für ganz Europa geworden sei.
Der Bürgermeister der Marktgemeinde Sand in Taufers, Helmuth Innerbichler, zeigt sich sichtlich erfreut, dass Sand in Taufers als Austragungsort für die Internationale Ökoenergie-Konferenz ausgewählt wurde. „Nicht nur weil es ein Gebot der Stunde ist, sondern auch unsere Verpflichtung beschäftigt sich die Gemeinde Sand in Taufers schon seit Jahren sehr sehr intensiv mit der Nutzung alternativer Energieträger." sagt Bürgermeister Helmuth Innerbichler. Sein Plan, die Marktgemeinde zu einem Energiestandort mit Vorzeige-Charakter zu machen, scheint mehr als gut umgesetzt zu sein.
Europäische Energie-Ziele der Zukunft und Energie-Pioniere der Gegenwart
Die verschiedenen Themen der Internationalen Ökoenergie-Konferenz stehen allesamt unter dem Motto einer dringend erforderlichen Energiewende. Die Europäische Richtlinie für erneuerbare Energien und ihre Verwirklichung in nationalen Aktionsplänen steht dabei genauso auf dem Programm wie die Präsentation von Best-Practise-Beispielen der Gemeinde Sand in Taufers und anderer Gemeinden Europas, die ihren Weg in Richtung Energieautarkie auf Basis alternativer Quellen längst eingeschlagen haben. Darüber hinaus werden die aktuellsten Entwicklungen in ausgewählten Bereichen der Erneuerbaren - vom Pelletsmarkt über die Geothermie bis hin zu raschwüchsigen Energiepflanzen - präsentiert. Exkursionen und viel Zeit für Diskussion und Informationsaustausch runden das Konferenzprogramm ab.
Einladung und Programm zum Download