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Gelebtes Europa

Foto: ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung

1. Netzwerktreffen der Dorferneuerungspreisträger in Wijk an Zee

Das niederländische Dorf Wijk an Zee, an der Küste der Nordsee gelegen, war Anfang April Gastgeber des ersten Netzwerktreffens der Europäischen Dorferneuerungspreisträger. Zusammen mit einer Reihe anderer, erfolgreicher Siegergemeinden aus ganz Europa ist die Gemeinde Sand in Taufers der Einladung des kleinen, nordholländischen Dorfes gefolgt, und hat an dem dreitägigen Treffen, welches unter dem Motto „Kultur im Dorf" stand, teilgenommen.

1.078 Kilometer liegen laut Routenplaner zwischen dem kleinen Küstenort Wijk an Zee in Nordholland und der Gemeinde Sand in Taufers. 2.400 Einwohner leben in der kleinen Ortschaft, die Teil der Gemeinde Beverwijk ist und etwa 30 Autominuten von Amsterdam entfernt liegt. Auf den ersten Blick erscheint Wijk an Zee dem Betrachter als verschlafener, kleiner Küstenort, dessen touristische Blütezeit längst der Vergangenheit angehört. Doch bei genauerer Betrachtung stellt jeder Besucher anerkennend fest, dass Wijk an Zee sehr viel mehr zu bieten hat.

Schachexperten auf der ganzen Welt kennen Wijk an Zee als jährlichen Austragungsort eines international bedeutenden Schachturniers, und zusammen mit elf weiteren Gemeinden aus ganz Europa zählt der kleine Ort zu den „Kulturdörfern Europas". Schnell wird klar, was diesen sympathischen Küstenort auf europäischer Ebene auszeichnet: Es sind dies ein ungewöhnliches, aber keinesfalls übersteigertes Selbstbewusstsein und ein unübertroffener Gemeinschaftssinn. Wijk an Zee überrascht seine Besucher mit einer herzlichen Gastfreundschaft, einem pulsierenden Dorfleben und einem Organisationspotential, das seines gleichen sucht.

Dieses erste Vernetzungstreffen der europäischen Dorferneuerungspreisträger wurde von Bert Kisjes aus Wijk an Zee und Theres Friewald Hofbauer von der europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung inhaltlich und organisatorisch auf den Weg gebracht. Die Anregung dazu kam von Bürgermeister Innerbichler, der bereits bei der Preisverleihung des Europäischen Dorferneuerungspreises 2010 in Sand in Taufers zum Aufbau eines konkreten und nachhaltigen Netzwerkes innerhalb der Siegeremeinden des europäischen Dorferneuerungspreises anregte.

Nach einem kurzen Stelldichein und einem ersten Rundgang der TeilnehmerInnen durch den Ort, eröffnete Landesrat Michl Laimer, als stellvertretender Vorsitzender der Europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung dann die eigentliche Konferenz, in deren Rahmen die TeilnehmerInnen verschiedenste Initiativen und Projekte aus ihrer Gemeinde vorstellten. Zu den beeindruckendsten Momenten zählte die Präsentation des jungen Jelle Bruinberg aus Wijk an Zee, der einen selbstproduzierten Film über das Sommerjugendcamp der Kulturdörfer Europas in Kirchheim (Österreich) präsentierte, und damit bei allen KonferenzteilnehmerInnen große Begeisterung auslöste. Auch Bürgermeister Innerbichler war von dem Engagement der Jugend der europäischen Kulturdörfer sehr angetan, und hat den jungen Mann zur Vorstellung der Initiative „Youth of the Cultural Village" nach Sand in Taufers eingeladen.

Während des gesamten Treffens standen die Diskussion und der Erfahrungsaustausch zwischen den KonferenzteilnehmerInnen im Vordergrund. Gemeinsam wurde nach Lösungen für gemeindespezifische Probleme gesucht, wurden Kooperationsmöglichkeiten diskutiert und die Bedeutung der Teilnahme an den Europäischen Dorferneuerungswettbewerben immer wieder hervorgehoben.
Was das Hauptthema des Treffens „Kultur im Dorf" anging, waren sich alle TeilnehmerInnen am Ende der dreitägigen Veranstaltung darüber einig, dass
- Kunst und Kultur die Lebensqualität eines Ortes, sei er auch noch so abgelegen oder wirtschaftlich benachteiligt, wesentlich erhöhen,
- Kultur im Dorf nur von der Beteiligung der gesamten Gemeinschaft lebt, und zwar im Sinne von „Kultur kennt kein Publikum, sondern nur Beteiligte",
- Kultur die Menschen zusammenführt, und wesentlich dazu beträgt, sprachliche Barrieren, aber auch Grenzen im Kopf zu überwinden.

Aus der Sicht der Gemeinde Sand in Taufers hat das Treffen bestätigt, dass die Gemeinde mit den Schwerpunktthemen aus der Agenda 21 und der erneuerbaren Energie auf dem richtigen Weg ist. Gleichzeitig haben diese Tage des intensiven Austausches deutlich gemacht, dass Lebensqualität auf kommunaler Ebene nicht ausschliesslich mit der Steigerung oder Sicherung des materiellen Wohlstandes in Verbindung steht, sondern dass Werte wie Gemeinschaftssin und Zusammenhalt, Bereitschaft zur Veränderung und Offenheit gegenüber allem Neuem eine Gemeinde auf europäischer Ebene zur „Siegerin" machen.

Das nächste Netzwerktreffen findet im September 2011 im deutschen Bellersen, in Nordrhein - Westfalen statt. Inhalt dieses Treffens wird der Themenbereich „Natur und Tourismus" sein, und die Gemeinde Sand in Taufers freut sich auf ein Wiedersehen mit den europäischen Freunden.
(MR)

Weiter Infos: ARGE Dorferneuerung

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FOTOS: Kulturwanderung in Kematen am 29.05.2011

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